Levora

Was mit Ihren Daten passiert – und was nicht

Diese Seite nennt auch, was noch fehlt. Eine Sicherheitsseite, auf der alles bereits vorhanden ist, hat entweder nichts zu sagen oder sagt nicht die Wahrheit.

Der Zettel ist der empfindlichste Teil

Auf einem Aufmaßzettel aus der Gefahrenstellenbeseitigung stehen eine Adresse, ein Datum, oft ein Name und immer eine Leistung, die für eine öffentliche Stelle erbracht wurde. Das ist kein Betriebsinternum, sondern ein Dokument mit Bezug zu Dritten – und der Grund, warum die Zettel-Erkennung hier eigene Regeln hat.

Wo

Wo die Daten liegen

  • Rechenzentrum in Deutschland

    Betrieb bei der Hetzner Online GmbH, Industriestr. 25, 91710 Gunzenhausen. Die Server stehen in Deutschland; eine Übermittlung in ein Drittland findet nicht statt. Den konkreten Rechenzentrumsstandort benennt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung – dort steht er verbindlich, nicht auf einer Website, die sich ändern kann.

  • Ein Auftragsverarbeiter, nicht drei

    Es gibt keine Kette aus Analyse-, Mail- und Speicherdiensten in verschiedenen Ländern. Der Hoster ist der einzige Dritte, der Daten zu sehen bekommt – und auch er nur als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO.

Umgesetzt

Was heute im Produkt steckt

Jeder Punkt hier ist im Code umgesetzt und nachprüfbar – nicht geplant, nicht in Arbeit.

  • Mandantentrennung auf Datenebene

    Jeder Zugriff auf einen Datensatz ist auf den Mandanten eingeschränkt. Es gibt keinen Weg, über eine ID an die Daten eines anderen Betriebs zu kommen.

  • Rollen und Rechte

    Personaldaten und Verträge sehen nur Administratoren; schreibende Operationen ebenso. Ein Kollege, der Zettel erfasst, sieht keine Personalakte.

  • Zugriffsprotokoll

    Zugriffe auf Mitarbeiter- und Vertragsdaten sowie jede Rechnungsstornierung werden protokolliert: wer, wann, welcher Datensatz. Das ist der Nachweis nach Art. 30 und 32 DSGVO.

  • Verschlüsselte Dokumente

    Ausweise, Führerscheinscans und Verträge liegen mit AES-256-GCM verschlüsselt im Objektspeicher – nie im Klartext. Die Führerscheinnummer ist auch in der Datenbank verschlüsselt.

  • Rechnungen bleiben, was sie waren

    Eine ausgestellte Rechnung wird nicht überschrieben und nicht gelöscht. Eine Stornierung setzt das Original auf „storniert“ und erzeugt eine Gutschrift – beides bleibt stehen.

  • GoBD-Export für die Betriebsprüfung

    Der Prüfer bekommt das Z3-Paket: ein ZIP mit Rechnungsköpfen, Rechnungszeilen und einer index.xml nach dem Beschreibungsstandard. Nicht auf Zuruf gebastelt, sondern ein Knopf.

  • Bautagebuch als Beweismittel

    Ein abgeschlossener Tagebucheintrag ist unveränderlich – die Voraussetzung dafür, dass er im Streitfall nach VOB/B etwas wert ist.

  • Verschlüsselter Transport

    Zwischen Gateway und Datendienst ist gegenseitige TLS-Authentifizierung eingerichtet und aktiv – ein Dienst ohne eigenes Zertifikat kommt nicht durch; die Reflection-Schnittstelle ist im Betrieb abgeschaltet.

Die Zettel-Erkennung und die KI

Zwei Punkte, bei denen wir uns festgelegt haben – und die kein Wettbewerber so offenlegt:

Jede Anfrage an ein Sprachmodell ist auf Zero-Data-Retention festgenagelt. Wenn ein Zettel zur Texterkennung an ein Modell geht, setzt Levora bei jeder einzelnen Anfrage data_collection: "deny" und zdr: true. Das heißt: Die Anfrage darf nur über Anbieter laufen, die nichts speichern und nichts zum Training verwenden. Das ist keine Einstellung, die jemand vergessen kann – es steht als Konstante im Client, nicht in einer Konfigurationsdatei, und Tests auf beiden Wegen (Go und Python) schlagen fehl, wenn es jemand herausnimmt.

Ohne Schlüssel passiert gar nichts. Ist kein Modellzugang konfiguriert, läuft die klassische Bilderkennung allein weiter. Es gibt keinen stillen Rückfall auf einen fremden Dienst.

Der KI-Assistent ist ausschließlich lesend. Jedes Werkzeug, das er benutzen kann, beantwortet eine Frage; keines schreibt. Ein Modell, das eine Rechnung ausstellen kann, ist ein Modell, das die falsche ausstellen kann – und Levoras Schreibvorgänge sind finanzwirksam und auditiert. Schreibende Fähigkeiten kommen später, und zwar als Vorschlag, den ein Mensch anwendet, nicht als Ausführung.

Dazu eine Kleinigkeit mit großer Wirkung: Kein Werkzeug nimmt einen Mandanten als Argument. Der Mandant kommt aus dem Kontext des Aufrufers. Es gibt also kein Feld, in das ein Modell versehentlich die Kennung eines anderen Betriebs schreiben könnte. Ein Test verhindert, dass jemand ein solches Argument nachträglich einbaut.

Ihre Daten gehören Ihnen – auch technisch

Der vollständige Datenexport ist eine Funktion, kein Entgegenkommen: Stammdaten, Leistungsverzeichnisse, Aufmaße und Rechnungen als CSV und GAEB, jederzeit während der Laufzeit. Er ist auf Administratoren beschränkt und wird protokolliert – ein Komplettabzug der Betriebsdaten ist selbst ein sensibler Vorgang.

Warum das hier steht: „Was passiert mit meinen Daten, wenn ich wechsle?“ ist beim deutschen Bauunternehmer eine der ersten Fragen, und die üblichen Antworten sind vage. Diese ist es nicht.

Noch nicht

Was fehlt – und wann es kommen soll

Ohne Sternchen und ohne „in Kürze“.

  • ISO 27001

    Nicht vorhanden. Mittelfristig geplant. Wer ein Zertifikat als Vergabevoraussetzung braucht, bekommt es heute nicht von uns.

  • BSI C5-Testat

    Nicht vorhanden. Mittelfristig geplant, relevant vor allem für öffentliche und größere gewerbliche Auftraggeber.

  • Verschlüsselung im Ruhezustand

    Die besonders sensiblen Felder sind anwendungsseitig verschlüsselt. Für die übrigen Spalten – Name, Adresse, Vertragsdaten, die gefiltert und sortiert werden müssen – liegt die Verschlüsselung auf Betriebsebene (verschlüsselte Datenträger, verschlüsselte Backups). Das ist eine Betriebsauflage, kein Codeversprechen, und gehört so in den AV-Vertrag.

  • Auftragsverarbeitungsvertrag

    Wird vor Vertragsschluss gestellt. Ein fertiger Mustertext zum Download steht hier noch nicht – wenn er kommt, ist er von einem Anwalt gegengelesen und nicht von uns zusammengestellt.

  • Penetrationstest durch Dritte

    Nicht durchgeführt. Sinnvoll, sobald der erste Kunde produktiv arbeitet.

Diese Punkte im Gespräch durchgehen

Wenn Ihr Auftraggeber Nachweise verlangt, sagen Sie uns welche. Wir sagen Ihnen, was wir heute belegen können und was nicht – vor dem Vertrag, nicht danach.